| Creatin im Sport |
Wirkung von Creatin beim SportDie endogene Aminosäure Creatin wird vom menschlichen Organismus in der Leber, der Bauchspeicheldrüse und den Nieren produziert. Auch über die Nahrungsaufnahme, insbesondere über den Verzehr von Fisch und Fleisch, kann die Menge von Creatin im Körper erhöht werden. Das meiste Creatin wird in den Muskeln eingelagert, aus ihm wird Adenosintriphosphat, kurz ATP gewonnen.
ATP ist der Treibstoff für die Muskeln. Seine Zusammensetzung besteht neben Creatin aus Aminosäuren, Kohlenhydraten, Fetten, so wie unterschiedlichen Reglerstoffen wie Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen. Das ATP ist sowohl für Beweglichkeit und Ausdauer wie auch für den Aufbau von Muskeln, Enzymen und Antikörpern verantwortlich und wirkt sich zudem positiv auf die Hirnleistung aus. Eine Erhöhung des Creatinspiegels im Organismus wirkt sich positiv auf die Kraft und vor allem auch die sogenannte "Schnellkraft" aus. Darüber hinaus sorgt ein erhöhter Creatinspiegel dafür, dass die Trainingseinheiten eine größere Wirkung erzielen und besser durchgehalten werden können. Creatin ist also besonders im Bereich von Kraft- und Leistungssport sowie Bodybuilding zu empfehlen. Hier sorgt Creatin für einen raschen Aufbau von Muskelmasse und eine stabile und schnell abzurufende Muskelleistung. Mehr als dreißig wissenschaftliche Studien können dies bestätigen. Hier wurde die Wirkung des Creatins von Personen unterschiedlichster Sportarten und Leistungsniveaus getestet. Dabei wurde festgestellt, dass Creatin die Leistung sowohl bei Spitzensportlern wie auch bei untrainierten Anfängern steigert. Eine Steigerung die sowohl im Bereich des Ausdauersports, wie beispielsweise Laufen oder Radfahren, als auch im Kraftsport zum Tragen kommt und bereits nach kurzfristiger Zufuhr von Creatin bis zu 15 - 20 Prozent betragen kann. Eine beeindruckende Leistungssteigerung, die vor allem damit zusammenhängt, dass sich der Muskel, bedingt durch die zusätzlich Einnahme von Creatin, zwischen den Trainingseinheiten deutlich schneller erholt. Dies hat eine bessere Trainingsleistung zu folge, was wiederum zu schneller wachsenden Muskeln führt. Ein positiver Nebeneffekt von Creatin liegt in der Optimierung der Wasserversorgung der Muskeln, denn alle Stoffwechselprozesse finden in wässriger Lösung statt. Das dadurch begünstige anabole Umfeld, wirkt sich äußerst positiv auf die Entwicklung neuer Proteine aus, was wiederum den Muskelaufbau weiter vorantreibt. Creatin hat also eine große Vielfalt von erwünschten Nachwirkungen, was dazu führt, dass der Stoff heutzutage als All-in-One Formel betrachtet wird. Damit Creatin die gewünschte Wirkung entfalten kann, ist ein ausreichender Vorrat an Kohlenhydraten, Fette und Aminosäuren notwendig. Außerdem sollten auch die sogenannten Reglerstoffe, wie Vitamine und Spurenelemente in ausreichender Menge vorhanden sein, oder zugesetzt werden. Die genaue Dosierung von Creatin ist abhängig vom Leistungsniveau des einzelnen Sportlers und kann dem Beipackzetteln der entsprechenden Produkte entnommen werden.
|